1.03.
G: Bleiben wir bei der Wahrnehmung von Etwas. Von Etwas, das da ist und doch nicht da ist. Eine ziemliche Zumutung für einen objekt-subjekt-konditionierten Gegenwartsbewohner. Eine Zumutung auch, dieses Etwas er-klären zu wollen, denn gerade das kann ja nicht gelingen.
G: Wie soll Sprache Etwas fassen, für das es keine Vokabeln gibt? Wie kann das Bauwerk Etwas zeigen, das sein eigenes Anderes ist?
H: „…Der Dichter ruft in den Anblicken des Himmels Jenes, was im Sichenthüllen gerade das Sichverbergende erscheinen lässt und zwar: als das Sichverbergende…“ (204)
G: Klarheit herrscht in unserer Welt auf Kosten des Unklaren. Das Letztere ist bestenfalls der überflüssige Rest. Ein Messen und Stellen, das im Ergebnis einem Burgwall gleichkommt; einer Trutzburg vielleicht, auf der Abwehrkämpfe gegen das Unklare geführt werden können.
H: „…So könnte es sein, dass unser undichterisches Wohnen, sein Unvermögen, das Maß zu nehmen, aus einem seltsamen Übermaß eines rasenden Messens und Rechnens käme…“ (207)
G: Eine gute Methode ist es einstweilen, sich im Fragen zu üben. Wie ein Lot, das gesenkt wird, kann die Frage das Klare verlassen und den unklaren Grund berühren.
G: Ein Bild vom Wasser hat der Seefahrer noch, aber das Darunterliegende bleibt verborgen, bleibt unklar, existiert nur als Ahnung.
W: „…Die Substanz ist das, was unabhängig von dem, was der Fall ist, besteht…“ (13)
G: Die Ahnung des Anderen passiert. Sie wird präsent, bevor sie in objektive Vor- bzw. Verstellungen kollabiert.
MP: „…Die Wahrnehmung als Begegnung mit den natürlichen Dingen steht im Vordergrund unserer Untersuchung, und zwar nicht als schlichte Sinnesfunktion, die alle anderen Funktionen erklären könnte, sondern als Archetyp der originären Begegnung, die in der Begegnung mit dem Vergangenen, mit den Imaginären und mit der Idee nachgeahmt und erneuert wird…“ (207)
G: Gehen wir also zurück in unsere Zukunft; in das Zukünftige schlechthin, das doch stets augenblicklich wie gegenwärtig bleibt.
H: „…Ein-Bildungen als erblickbare Einschlüsse des Fremden in den Anblick des Vertrauten…“ (205)
G: Gehen wir in den Kreissaal des (auch unseres) Daseins, in dem *unaufhörlich* Etwas zur Welt kommt. Der Vater des Neugeborenen wird bezeugt durch die Niederkunft, bleibt aber selbst inkognito. Die Mutter wird durch uns Geburtshelfer permanent entbunden.
H: „…Das Aufschauen durchmisst das Zwischen von Himmel und Erde. Dieses Zwischen ist dem Wohin des Menschen zugemessen…“ (198)
(Fortsetzung folgt)
(H: Martin Heidegger: „…dichterisch wohnet der Mensch…“; In: Gesamtausgabe, Band 7, Frankfurt am Main 2000)
(MP: Maurice Merleau-Ponty: Das Sichtbare und das Unsichtbare, München 1986)
(W: Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe, Band 1, Frankfurt am Main 2006)
15.02.
W: „…Du redest doch vom Verstehen der Musik. Du verstehst sie doch, während du sie hörst! Sollen wir davon sagen, es sei ein Erlebnis, welches das Hören begleitet?…“ (S. 308)
G: Ist es nicht so, als beschreibt Wittgenstein hier auch das Umgehen mit Architekturen? Wird hier nicht das Lotsenken ins Innere zu einer Art Echolot, das hilft, sich am Äußeren ein Bild zu formen? Im leiblichen Vollzug mit dem Begegnenden kann solch ein Lot wirken.
W: „…Es gibt so etwas, wie ein Aufflackern des Aspekts. So, wie man etwas mit intensiverem und weniger intensivem Ausdruck spielen kann. Mit stärkerer Betonung des Rhythmus und der Struktur oder weniger stärker…“ (S. 503)
G: Übersetzung in die Baukunst: Aspekt wäre dann Fassade und Gliederung / Ausdruck wäre dann Form / Rhythmus wäre dann Wechsel und Wiederholung / Struktur wäre dann Raster und Ordnung.
G: Aspektlose Architektur haben wir heutzutage zuhauf. Ein intensiver Eindruck entzieht sich dort. Sammeln kann sich kein Blick an einem Bau, der seine Plastizität verleugnet, er läuft quasi an den glatten und fugenlosen Fassaden hinunter. Was sagt es, was spricht es, wenn der Bau seinen Stand in die Zweidimensionalität zwingt?
W: „…Man kann auch vom Verstehen einer musikalischen Phrase sagen, es sei das Verstehen einer Sprache…“ (S. 309)
G: Was sagt eine Sprache der Bauten, die zwar Ausdruck als Form und Struktur als Raster haben, aber weder Aspekte noch Rhythmus vertreten?
G: Nehmen wir die moderne Musik. Sie lebt fast ausschließlich von Aspekt und Rhythmus. Vielleicht hat sich das Geschwisterpaar Bau- und Tonkunst heutzutage weitgehend entkoppelt? Oder es spricht etwas anderes daraus? Vielleicht, dass die Menschen lieber permanent ihre klingenden Ohrenstöpsel tragen, um den Aspekt- und Rhythmusmangel der gebauten Umwelt besser zu kompensieren?
W: „…Es ist, als hätte das Wort, das ich verstehe, ein bestimmtes leichtes Aroma, das dem Verständnis entspricht. Als unterscheiden sich zwei mir wohlbekannte Wörter nicht bloß durch ihren Klang oder ihr Ansehen, sondern, auch wenn ich mir nichts bei ihnen vorstelle, noch durch eine Atmosphäre…“ (S. 55)
G: Überlagerung der Echolotsignale. Das Subjekt ist *auch* die Grenze zur Welt, aber nicht nur.
(Ende)
Zitate:
W: Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe; Band 7, Frankfurt am Main 1984
11.02.
G: Musik ist die Verkörperung des Geistigen, und Poesie ist die Vergeistigung des Körperlichen, soll Grillparzer gesagt haben. Ein interessanter Gedanke. Die Musik dringt direkt ein in den Menschen, in sein Fleisch. Keine Umwege, keine Abstraktionen, keine Begriffe sind nötig. Die Poesie jedoch nimmt sich der Sprache an, um sie zu verflüchtigen. Die Sprache ist aus unserem Fleisch. Sie ist an den Menschen gebunden. Deshalb kann man hier sagen, dass es die Poesie schafft, den Körper zu vergeistigen. Sie sprengt den verengenden Horizont auf und entlässt die Bilder, Abstraktionen, Begriffe aus ihren sprachlich-grammatikalischen Ordnungen.
W: „…Die Frage, ob es sich um ein Sehen oder Deuten handelt, entsteht dadurch, dass eine Deutung Ausdruck der Erfahrung wird. Und die Deutung ist nicht eine indirekte Beschreibung, sondern ihr primärer Ausdruck…“ (S. 12)
G: Nehmen wir den Zustand der apriorischen Reinheit beim Sehen, Deuten, Hören, Sprechen. Ist er er-lebbar auch außerhalb einer abgezirkelten Sphäre des Systems oder der Logik? Sicher nicht, das soll er auch nicht sein. Abgekoppelt von der Erfahrung gleicht dieser Zustand einer (äußerst instabilen) Hygienezone. Instabil ihrem Wesen nach (durch die Energien zur Reduktion), doch höchst stabil ihren formalen Ausprägungen nach (sogar kulturbestimmend, gestell-haft).
G: Menschlich ist vielmehr der Zustand der Unreinheit, der Zustand der gelebten Instabilität ihrem Wesen UND ihren formalen Ausprägungen nach.
G: Interessant ist dabei, dass das apriorische Sprechen aus dem Fleisch kommt und gleichzeitig rein vergeistigt sein will. Das ist einer Fortsetzung der Linie gleich und der direkte Gang ins nur noch Geistige, ins Auflösen des Fleisches.
W: „…Der Begriff S ist kein S? (…) Diese Worte im Satz passen zusammen; d.h. man kann die sinnlose Wortfolge hinschreiben; aber die Bedeutungskörper passen nicht zusammen. ((„Das Meinen gibt dem Satz eine weitere Dimension.“)). (S. 16/17)
G: Sind in der Sprache ebenfalls Weisen der Wirkung deutlich, wie im Gespann von Poesie und Musik? Hier vor allem die Richtung Fleisch zu Geist? Ist der Bedeutungskörper das Poetisierungspotential der Sprache?
W: „…Denk z.B. an gewisse unwillkürliche Deutungen, die wir der einen oder der anderen Stelle des Musikstücks geben. Wir sagen, diese Deutung drängt sich uns auf. (Das ist doch ein Erlebnis). Und die Deutung kann aus gewissen, rein musikalischen Beziehungen erklärt werden – wohl aber, wir wollen ja nicht erklären, sondern beschreiben…“ (S. 12)
G: Deutung als Ausdruck der Erfahrung der Unreinheit, Unklarheit der Verhältnisse ist die menschliche Verkehrsform.
G: Deutung sprachlich erklären geschieht nur im Zulassen der Dimensionierung von poetischen Sprachkörpern.
G: Deutung erfahren ge-schieht über die Musik.
(Fortsetzung folgt)
Zitate:
W: Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe; Band 7, Frankfurt am Main 1984
4.02.
G: Was ist denn eigentlich das Spannende an Wittgenstein? Er hat sich nicht daran gemacht, ein komplexes, gedankliches System zu errichten. Er schottete sich nicht in einem intellektuellen Dickicht ab. Er dachte in Fragmenten. Sein Denken lässt den Leser in sich hinein. Es hat genügend Weite, um die aufgenommenen Fragmente durch eigene zu ergänzen. Meistzitiert ist er unter den Autoren des 20. Jh. Kein Wunder, denn er ist ganz nah dran an uns Menschen. Er legt nicht nur die Hand auf den Puls des Subjektiven, sondern schaffte es, die eigenen Herzschläge mit denen seiner künftigen Leser zu synchronisieren.
G: Wittgenstein hatte keine Angst davor, sich zu entblößen. Die Verquickung des lebendigen Ganzen seiner selbst mit dem philosophischen Denken, lassen ihn immer noch zeitgemäß sein. Die Zweifeln, Kämpfe und Hoffnungen sind Eckpfeiler in seiner Arena, die auch unsere ist. Der Doppelnatur (Geist, Materie) dieses Kulturraums versuchte er, eine neue Richtung zu weisen. Den allmächtigen Intellekt und seinen Diener, die Sprache, brachte er hierzu in etlichen Bewegungen immer und immer wieder an seine Grenzen. Er versuchte, mit der Sprache über die Sprache hinauszukommen bzw. die Grenzen der Sprache und damit auch die Grenzen des Intellekts zu bestimmen.
W: „…Es ist merkwürdig, dass wir das Gefühl, dass das Phänomen uns entschlüpft, den ständigen Fluss der Erscheinung, im gewöhnlichen Leben nie spüren, sondern erst, wenn wir philosophieren…“ (S. 83)
G: Man sollte nicht soweit gehen, die oben beschriebene Doppelnatur (Geist, Materie) gänzlich zu verdammen. Zu lange schon sind wir im Abendland auf diesem Weg. Wir brauchen die Reflexion, das reine Geistgeschöpf, um mit uns selbst und anderen Menschen zu interagieren. Darauf gründet unsere Kultur. Auf die Balancen zwischen Geist und Fleisch kommt es an.
S: „…Das Wirkliche für das reflektirte Erkennen wird bloß gesetzt durch Begrenzung, denn es wird für das reflektirte Erkennen bloß gesetzt, sofern es in der Zeit gesetzt, d.h. unter dem Begriff der Dauer gedacht wird. So wie also die unendliche Möglichkeit der Wirklichkeit in der absoluten Realität, so liegt die Wirklichkeit in dem, was absolute Nicht-Realität – bloße Grenze ist…“ (Band 6, S. 520/52)
G: Ins Verhältnis kommen zu etwas, das nicht ich ist. Hier zeigt sich eine grundsätzliche intellektuelle Bewegungsart. Grenzwesen und Zwischenexistenzen scheinen wir zu sein. Klar wird, dass wir etwas begegnen. Es muss uns also vorhanden sein. Dass es da ist, bringt uns zum Reflex, sei er nun körperlich oder geistig. Da-sein muss nicht unbedingt verbunden werden mit etwas Konkretem. Wirk-lich, also Wirkung-habend kann auch etwas sein, das keine konkret vorhandene, dingliche Basis hat. Nehmen wir beispielsweise eine Erinnerung, die Freude auslöst.
S: „…Die Dauer ist nichts anderes als ein fortgehendes Setzen seines (des Dinges, CJG) Allgemeinen in sein Concretes. Vermöge der Beschränktheit des letzteren ist es nicht alles und in der That auf einmal, was es seinem Wesen oder seinem Allgemeinen nach seyn könnte…“ (Band 5, S.376)
G: Hier scheint die Doppelnatur (Geist, Materie) wieder auf und wird von Schelling weiter nach vorn gedacht. Jedes Ding hat tieferes Potential in sich. Wenn es in einer anderen Form gewahrt wird, als der der beschränkten Zeitlichkeit, kann es sich zeigen. Dieses Potential ist nur zu erfahren durch unsere Verfassung als Grenzwesen und Zwischenexistenz.
(Fortsetzung folgt)
Zitate:
S: F.W.J. Schelling: Werke, Stuttgart 1856
W: Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe; Band 2, Frankfurt am Main 1984
27.01.
G: Die geistige Haltung hat auf das Fragen den gleichen Einfluss, wie das Interesse an der Antwort. Unterscheiden müsste man also, wie jemand fragt davon, was er anstrebt, zu wissen. Lässt man es zu, erschüttert zu werden von der Antwort oder ordnet man das Gehörte in ein erwartetes Muster ein?
W: „…Der Sinn einer Frage ist die Methode ihrer Beantwortung. Sage mir, wie Du suchst, und ich werde dir sagen, was du suchst…“ (S. 12)
G: Wenn man Kindern zuhört, bemerkt man bei ihnen die Fähigkeit, sich erschüttern zu lassen. Man hört, wie das Kind eine Antwort wahrhaftig sucht. Dieses Suchen ist ein Ursprüngliches, es ist etwas Grund-legendes. Es sollte das Vorbild bleiben für alles spätere Fragen.
H: „…wissend ist nur der, der versteht, dass er immer wieder lernen muss und der aufgrund dieses Verstehens sich von allein dahin gebracht hat, dass er stets lernen kann. Dies ist sehr viel schwerer, als Kenntnisse zu besitzen…“ (S. 24)
G: Wer kann sich lange genug fernhalten vom Irrtum, dass man zum Spielen Regeln braucht? Wer kann sich fernhalten von der beengenden Form? Wer kann sich das Ent-decken dessen möglich lassen, das zuvor be-deckt war? Wer zieht das wahrhaftige Ent-decken dem Wegziehen des zuvor platzierten eigenen Tuchs vor?
H: „…dass mithin alles Denken, das lediglich die Denkgesetze der herkömmlichen Logik befolgt, von vorn herein außerstande ist, von sich aus überhaupt die Frage nach dem Seienden auch nur zu verstehen, geschweige denn, zu entfalten und einer Antwort entgegen zuführen…“ (S. 27/28)
G: Kunst ist das Refugium der Freiheit des Denkens, denn Denken ist Kunst. Sie kommt nicht etwa von Können. Kunst kommt von Müssen. Der Künstler kann nicht anders, als sein Werk zu bearbeiten, als die Dinge zu bearbeiten. Er sieht die Dinge mit anderen Augen. Sie zeigen sich ihm reicher, als bei den meisten Menschen. Sie fordern ihn auf, zu handeln. Sie entfalten einen Sog, in der er gezogen wird. Sie verlangen ihre Ent-deckung!
H: „…Aus solcher Überlegenheit (der des Geistes gegenüber der Wissenschaft, CJG) spricht der Dichter immer so, als würde das Seiende erstmals aus- und angesprochen…“ (S. 29)
G: Wie der Dichter das Wort in seine Entdeckung entlässt, so kann der wahre Architekt sein Bauwerk als reine Metapher realisieren. So kann jeder Künstler das präsent werden lasen, das Präsenz überhaupt möglich macht. Das Selbstverständlichste ist dann das Erschütternste.
W: „…Die Selbstverständlichkeit der Welt drückt sich eben darin aus, dass die Sprache nur sie bedeutet und nur sie bedeuten kann…“ (S. 14)
(Fortsetzung folgt)
Zitate:
H: Martin Heidegger: Gesamtausgabe; Band 40; Frankfurt am Main 1983
W: Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe; Band 2, Frankfurt am Main 1984
17.01.
G: Was bleibt den sensiblen Seelen anderes, als Gedanken-Seefahrer zu werden; als sich hinauszuwagen in das Offene, in dem der Wind der reinen Möglichkeit weht? Luft holen und frei durchatmen können diese wenigen Begabten nur auf solcher See und in einem Zustand, der sie über Wasser hält und trägt – aber nicht im festen Sinne trägt, sondern in einem überleitenden. Nur in Booten, besser in Nussschalen, sind die sensiblen Seelen gut aufgehoben. Dort fehlt die Illusion der Festigkeit und der Boden unter den Füßen bleibt bewegt.
W: „…Gefühl der Unwirklichkeit der Umgebung. Dies Gefühl habe ich einmal gehabt, und Viele haben es vor dem Ausbruch von Geisteskrankheiten. Alles scheint irgendwie nicht real; aber nicht, als sähe man die Dinge unklar, oder verschwommen; es sieht alles so aus wie gewöhnlich…“ (S. 32)
G: Das Meer der Möglichkeiten ist weit und tief. Man kann darin ertrinken. Vor dem Ertrinken muss der Gedanken-Seefahrer sich schützen. Teil hat er am Unendlichen. Er verstrickt sich dabei nicht in Widersprüche, denn wissen muss er nichts von Unendlichkeit – er hat sie in sich!
N: „…In des Wonnemeeres
wogendem Schwall,
in der Duft-Wellen
tönendem Schall,
in des Weltathems
wehendem All —
ertrinken — versinken —
unbewusst — höchste Lust!…” (S. 140)
G: Im Boot herrscht die Möglichkeit. Sie tritt mit gleichem, festen Blick an die Seite der Wirklichkeit. Wirklich ist nur der dünne Film, die Oberfläche, die Haut, auf der das Boot tanzt. Die sensiblen Seelen sind hier wie Wasserläufer. Sie sinken nicht ein, spüren aber die Bewegung deutlich. Seekrank werden sie dabei nie – im Gegensatz zu den Landratten, die sich nur ab und an und nur in Ufernähe ins Boot wagen.
G: Sollen Menschen wie Wasserläufer sein und auf einem hauchdünnen Film tanzen zwischen den Unendlichkeiten des Meeres unter ihnen und den Unendlichkeiten des Himmels darüber? Vehikel brauchen sie zu solchen Seefahrten. Sie scheinen nicht von Natur dazu geschaffen, Wasserläufer zu sein. Auch sind sie gebannt an die Oberfläche, auf der ihre Vehikel fahren. Sie trägt den Namen Wirklichkeit.
G: Viele bleiben lieber an Land. Sie sehen nur hinaus aufs Meer und umstellen sich, bauen Dämme. Sie suchen die Sicherheit oder die Illusion davon. Eine Kultur der freiwilligen Selbstbeschränkung macht das leicht. Wer ist eigentlich der Phantast? Derjenige, der die permanente Bewegung spürt und dafür belächelt wird oder derjenige, der sie weitgehend ausblendet?
P: (neuer Mitspieler) „…Denn, was ist zum Schluss der Mensch in der Natur? Ein Nichts vor dem Unendlichen, ein All gegenüber dem Nichts, eine Mitte zwischen Nichts und All. Unendlich weit entfernt von dem Begreifen der äußersten Grenzen, sind ihm das Ende aller Dinge und ihre Gründe undurchdringlich verborgen, unlösbares Geheimnis; er ist gleich unfähig, das Nichts zu fassen, das ihn verschlingt…“ (S. 41)
G: Eine Mitte zwischen Nichts und All ist der Mensch, sagt P. Auf dem dünnen Film unter seinen Wasserläuferfüßen ist er ein Grenztänzer, kein Überschreiter. Seine Vehikel kann er bauen und auch die Unterschiede ahnen, in die sein Zwischen ihn zu allem Übrigen stellt. (Fortsetzung folgt)
Zitate:
N: Friedrich Nietzsche: Kritische Studienausgabe, Band 1; München 1999
P: Blaise Pascal: Pensées. Über die Religion und über einige andere Gegenstände; Wiesbaden 2001
W: Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe; Band 7, Frankfurt am Main 1984
13.01.
G: Ist das Bild „Welt im Kopf“ geeignet, um einen primär virtuellen und körperlosen Zugang zur Mitwelt zu beschreiben? Es schlägt geradewegs die Brücke in einen Materialismus, obwohl es doch das Gegenteil sagen will.
W: „…Keine Annahme scheint mir natürlicher, als dass dem Assoziieren oder Denken kein Prozess im Gehirn zugeordnet ist“ (S. 416)
G: Denken ohne direkte Verbindung zum Gehirn; es verorten in einer „Sphäre“, die außerhalb liegt vom menschlichen Einzelkörper oder innerhalb an anderer Stelle? Liegen hier nicht schon wieder physikalische Maßstäbe an mit denen man nicht-physikalische Ereignisse beschreiben will? Messen will man das Denken, es feststellen und einordnen. Es domestizieren, darüber Herrschaft gewinnen. Eine organische Ursache finden für diese oder jene Variation des Denkens. Ein Muster aufbauen, eine Typisierung vornehmen, den Regelfall bestimmen und ein Maß suchen, die Abweichung zu fassen. An die Abweichung gekoppelt wird die Optimierung auf den Standardfall hin.
S: „…Denn wenn in der absoluten Wissenschaft das erste Gesetz ist, nichts als wahrhaft reell zuzulassen, dessen Realität nicht unbedingt-nothwendig ist, so kann auch die Materie, wie sie übrigens bestimmt werden möge, keineswegs als das höchste und oberste Princip betrachtet werden, da ohne Zweifel in dem Gedanken nichts Unmögliches ist, daß die Materie überhaupt nichts Reelles, sondern ein bloßes Schein- oder Traumbild des Geistes sey, daß sie also ebenso gut nur ein Accidens des Geistes oder der Seele seyn könne, als die Seele in jenem System zu einem Accidens von ihr gemacht wird…” (Bd. 6; S.87)
G: Einem Pendelschlag in die andere Richtung der abendländischen Tradition gleich, vergisst man heute den Geist und will in verbannen. Zeitalter der Nabelschau wäre wahrscheinlich ein zu harmloser Begriff hierfür. Dennoch ist die Wissensproduktion ausschließlich damit befasst, den menschlichen Körper auszubuchstabieren, bzw. in Nullen und Einsen zu zerlegen.
W: „…Das Vorurteil zugunsten des psycho-physischen Parallelismus ist eine Frucht primitiver Auffassungen unserer Begriffe. Denn wenn man Kausalität zwischen psychologischen Erscheinungen zulässt, die nicht physiologisch vermittelt ist, so meint man damit ein Zugestehen, es existiere eine Seele neben dem Körper, ein geisterhaftes Seelenwesen…“ (S. 417)
G: Ein lange nicht gehörtes Wort: Seele. Denkt die Seele? Ist die Seele das Nicht-Messbare, das Körperlose? Was bliebe dann von der Körper-Nabelschau?
N: „…Wir sind der Wille, wir sind Visionsgestalten: worin aber liegt das Band? Und was ist Nervenleben, Gehirn, Denken, Empfinden? — Wir sind zugleich die Anschauenden — es giebt nichts als die Vision anzuschauen — wir sind die Angeschauten, nur ein Angeschautes — wir sind die, in denen der ganze Prozeß von neuem entsteht…” (Bd. 7; S. 214)
G: Übersetzt man Nietzsches „Wille“ mit Seele, dann will sie sich anschauen und braucht uns Menschen dazu. Menschen sind Angeschautes! Der eigene Blick wäre dann ein wahrhaftig fremder. Durch fremde Seelen-Augen geschaute Welt – den Körper dazu überlassen bekommen…
(Fortsetzung folgt)
Zitate:
N: „Friedrich Nietzsche: Kritische Studienausgabe, München 1999“
S: „Schelling Werke, Stuttgart 1856“
W: „Ludwig Wittgenstein: Werkausgabe; Band 8, Frankfurt am Main 1984“
11.01.
G: Quell und Qual gleichzeitig ist die Welt im Kopf. Vorstellung tritt an die Stelle von Erfahrung. Gestellt wird etwas, bevor es passiert, bevor es eintritt. Das, was eintritt, muss im Nachhinein abgearbeitet werden und in die Stellung integriert, die im Kopf herrscht. Manchen Menschen gelingt das besser, als anderen.
Erfahrung scheint kein Ausweg zu sein aus der Kopfwelt, denn sie stimuliert lediglich zeitversetzt – neuer Wein in alten Schläuchen also. Möglicherweise ist der Moment einer Erfahrung der Selbstbetrug, sich Unvoreingenommenheit eingebildet zu haben.
Nein, eher X-Fach-Einbildung, denn ein Moment liegt in der Zeit, die ebenfalls Einbildung ist. Ein Selbstbetrug wäre lediglich eine aufgedeckte und offen liegende Vorstellung und sich einzubilden, keine Einbildung zu haben, wäre eine weitere Illusion…
W: „…Man kann sich vorstellen es sei etwas der Fall was nicht ist: sehr merkwürdig! Denn, daß die Vorstellung mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt ist nicht daß sie sie aber dann repräsentiert ist merkwürdig…“ (S. 279)
G: Liest man die Ergebnisse der Hirnforschung, scheint sie mittlerweile an diesem Punkt zu sein. Die „Zeit“ stellt einen Artikel ins Netz, in dem behauptet wird, dass Menschen permanent ein „phänomenales Selbstmodell“ erzeugen. Das heißt, anzunehmen, in der Welt zu sein, einen Körper zu haben, eigenständig zu sein, ist eine private Illusion. Fühlen zu können mit dem Körper gelingt ebenso illusorisch. Was wäre denn dann eine „lebendige“ Erfahrung und wie stünde sie im Gegensatz zum „eingepaukten“ Kopfwissen beispielsweise der Mathematik und der Logik?
W: „…Das Gefühl an das ich jetzt alle meine Betrachtungen knüpfe ist das von der Einzigkeit der Gedanken…“ (S. 281)
G: Wie lautet eine echte Wahl? Wo ist z.B. der Unterschied zwischen einem feingeistigen Intellektuellen und einem vulgären Leibesmenschen, denn beide bilden sich ihre Existenzen nur ein? Antwort: das ‘Prinzip’ des Ich mag ähnlich sein, aber Begegnungen zeugen von Differenzen, über die die Wahl geschehen kann. Sich die Illusionen selbst, klar und mit kühlen Herzen zu wählen, ist diese “echte” Wahl…
S: „…Der poetische Sinn besteht eben darin, zu der Wirklichkeit, der Realität, außer der Möglichkeit nichts zu bedürfen. Was poetisch möglich ist, ist eben deßwegen schlechthin wirklich, wie in der Philosophie, was ideal – real. Das Princip der Unpoesie wie das der Unphilosophie ist der Empirismus oder die Unmöglichkeit, etwas anderes als wahr und real zu erkennen, als was in der Erfahrung liegt..” (Band 5, S. 634)
G: Der Intellektuelle bleibt lieber in der Möglichkeit geborgen, als sich der „Faktizität“ auszusetzen. Eine „anti-virtuelle“ Alternative scheint es ohnehin nicht zu geben…
N: „…Die Erkenntniss tödtet das Handeln, zum Handeln gehört das Umschleiertsein durch die Illusion das ist die Hamletlehre, nicht jene wohlfeile Weisheit von Hans dem Träumer, der aus zu viel Reflexion, gleichsam aus einem Ueberschuss von Möglichkeiten nicht zum Handeln kommt; nicht das Reflectiren, nein! — die wahre Erkenntniss, der Einblick in die grauenhafte Wahrheit überwiegt jedes zum Handeln antreibende Motiv, bei Hamlet sowohl als bei dem dionysischen Menschen…“ (S. 52)
G: Wittgenstein „fühlt“ die Einzigkeit der Gedanken. Er überbrückt damit die Trennung von Geist und Leib. Schelling gibt der Möglichkeit denselben Stellenwert wie der Wirklichkeit. Er überbrückt damit die Trennung von Geist und Leib. Nietzsche erkennt die Illusion als allgemein menschliche Verkehrsform an. Er plädiert für das Handeln und glaubt an die wahre Erkenntnis. Sie ist grauenhaft. Was aber, wenn das Grauenhafte nicht im Gegensatz steht zu einem „Ueberschuss von Möglichkeiten“, sondern nur eine weitere ist? (Fortsetzung folgt)
Zitate:
N: „Friedrich Nietzsche: Kritische Studienausgabe, München 1999; Band 1“
S: „Schelling Werke, Stuttgart 1856“
W: „Ludwig Wittgenstein: Wiener Ausgabe. Studientexte Band 1-5; Zweitausendeins-Ausgabe; Frankfurt am Main 1994“
6.01.
G: Beginnen soll das neue Jahr wie das alte endete, mit Wittgenstein. Zu schön sind seine Versuche, zu spannend sein Tasten und Schauen, zu inspirierend sein Staunen, als dass ich jetzt schon aufhören möchte, ihm zu folgen und den Zwischenraum seiner Gedanken auszufüllen. Zu schön ist es, einen wahrhaft Suchenden gefunden zu haben. Einen Philosophen, der sich nicht damit begnügt, in komplizierteste Gedankengebäude einzusteigen, um penibel deren Innenräume zu vermessen, sondern einen, der selbst baut.
G: Sein Bauen ist experimentell. Die Form steht vorher noch nicht fest. Er entwirft sie, ist dabei, sie zu finden – und lässt die Leser an seinen Entwürfen teilhaben. Auch an denen, die er wieder verwirft. Dieser Baumeister scheut sich nicht, seine ganze Lebendigkeit in den Entwurf zu legen. Er ringt mit sich. Mit der Welt ist er primär staunend verbunden. Er ist ein Spieler. Aber nicht einer, dem es um schnelle Regelbeherrschung geht oder darum, zu gewinnen. Nein, er spielt auf eine weisere, elementarere Weise.
N: „…Im Grunde ist das aesthetische Phänomen einfach; man habe nur die Fähigkeit, fortwährend ein lebendiges Spiel zu sehen und immerfort von Geisterschaaren umringt zu leben, so ist man Dichter…“ (a.a.O.; S.61)
G: Dieses ewige Spiel hatte Wittgenstein stets vor Augen. Auch ich möchte heute weiter spielen. Als dritten Gefährten hole ich Schelling dazu.
W: „…Wenn ich behaupte, „das ist die Regel“, so hat das nur solange Sinn als ich bestimmt habe wieviel Ausnahmen von der Regel ich maximal zulasse ohne die Regel umzustoßen…“ (a.a.O.; S. 123)
G: Etwas zu schaffen, zu kreieren, eine Form zu geben ist der (aller?) Menschen täglich Brot. Aber nur Manche wissen – und können mit dem Wissen leben, dass Formen nur Wünschen gleichen, dass die quasi flüssig sind. Manche Formen freilich gaukeln uns Beständigkeit vor. Dieser Bestand hat aber nur etwas damit zu tun, dass die eigene Lebensspanne zu kurz ist, den Verfall selbst zu erleben.
S: „…Aber wer kann in diesem lebendigen Ganzen das Einzelne sondern, ohne den Zusammenhang des Ganzen zu zerstören? Wie diese Dichtungen gleichsam als ein zarter Duft die Natur durch sich erblicken lassen, so wirken sie auch als ein Nebel, durch den wir die entfernte Zeit der Urwelt und einzelne große Gestalten erkennen, die sich auf ihrem dunklen Hintergrund bewegen…“ (a.a.O.; Band 5; S. 412/413)
G: Wittgenstein konnte den Duft der Dichtung des Ganzen nicht mehr aus der Nase bekommen. Er muss ihn schon früh gerochen haben in seinem Leben. Vor dem Nebel, der ihn umringte, scheute er sich nicht. Er brauchte ihn, er schärfte ihm die Augen zum wahren Sehen.
W: „…Man kann erst dann gut philosophieren, wenn der Krampf des Denkens gelöst ist…“ (a.a.O.; S. 120)
(Fortsetzung folgt)
Zitate:
N: Friedrich Nietzsche: Kritische Studienausgabe, München 1999; Band 1
S: F.W.J. Schelling:Â Schelling Werke, Stuttgart 1856
W: Ludwig Wittgenstein: Wiener Ausgabe. Studientexte Band 1-5;Â Zweitausendeins-Ausgabe; Frankfurt am Main 1994
23.12.
Ist es nicht ganz erstaunlich, dass Gegenwart ein ständiger Verfallsprozess zu sein scheint? Der Moment der ersten Wahrnehmung gleicht nicht dem der zweiten oder der dritten usw. Der Verfall steckt im Wandel. Gegenwart ist Wandel – permanent.
…Das Unmittelbare ist in ständigem Fluss begriffen. (Es hat tatsächlich die Form des Stroms)…“ (Ludwig Wittgenstein: Wiener Ausgabe. Studientexte Band 1-5; Zweitausendeins-Ausgabe; Frankfurt am Main 1994, S. 92)
Wozu brauchen wir die Zukunft, wenn die Gegenwart nichts Bleibendes hat? Führt die Zukunft nicht geradewegs hinein in die körperlosen Gedankenwelten? Körperlos, weil erfahrungslos, denn Erfahrung lässt sich nur leiblich und gegenwärtig machen. Muss nicht jede Zukunft deshalb eine Täuschung sein, weil sie nie gegenwärtig ist? Beschreibt die Zukunft eine Möglichkeit oder nur die Möglichkeit zur Möglichkeit? Ist die Täuschung der Fluch der Möglichkeit, ihr dunkler Bruder?
„…Wo Täuschung möglich ist, dort ist auch Sehen der Wahrheit möglich / muss auch Sehen der Wahrheit möglich sein…“ (Ebd., S. 103)
Wenn Gegenwart Wandel bedeutet, ist die Möglichkeit daran gekoppelt. Möglichkeit braucht keine Zukunft, denn sie ist gegenwärtig und sie ist dem Verfall anheimgegeben. Entartet die Möglichkeit, wenn sie zur Zukunftstäuschung wird? Wird sie toxisch durch ihre Virtualität? Müsste man die Möglichkeit hier nicht anders nennen? Einem Schattenriss gleicht sie dann nämlich, sie wird eine Täusch-lichkeit; ein bloßes Abbild ihrer selbst. Doppeltes Höhlengleichniß, die Gefesselten sehen die Schatten auf der Wand und bei geschlossenen Augen blicken sie in ihre Täusch-lichkeiten.
Täuschung hat etwas zu tun mit Tauschen. Ist der Tausch nicht dem Wandel ähnlich? Ist es die Absicht, die den Wandel negativ auflädt? Wandel in Wahrnehmung passiert AN mir. Täuschung passiert VON mir. Man sollte hier gründlich unterscheiden.
Wie will man etwas zu fassen kriegen, das sich permanent wandelt, das permanent verfällt? Was für eine enorme Kunst ist es doch, zu sprechen. Muss eine Sprache, die dieses Fassen besorgen soll, denn nicht genauso verfallen, wie die Gegenwart? Darf der Redestrom denn überhaupt je abbrechen oder ist das Schweigen genau deshalb geboten?
„…Alles Wesentliche ist, dass die Zeichen sich in wie immer komplizierter Weise am Schluss doch auf die unmittelbare Erfahrung beziehen und nicht auf ein Mittelglied (ein Ding an sich)…“ (Ebd.)
Ein schönes Fundstück von heute über eine Retrospektive von Jenny Holzer in der Schweizer ‘Fondation Beyeler’ aus der NZZ: “…Es ist der verwehende Klang, der sie interessiert, es sind die Tiefen und Untiefen, die sich hinter den Worten und Sätzen auftun, die Widersprüche, die sich nicht fügen zum konzisen Argument. Das ist das Vorrecht der Kunst. Kunst ist ein Sammelbecken, wo alles gefährlich und wunderbar zusammenfliesst, was die Disziplinen des Denkens und Fühlens für gewöhnlich auseinanderhalten…”
Denken sollte öffnen und nicht schließen. Texte sollten einem hochbewegten Gewebe gleichen und keiner massiven Pyramide. Erklimmen kann man die Sprache nicht, man kann sich ihrem Ozean nur aussetzen und versuchen, einen sicheren Stand zu finden auf dem Surfbrett, das ‚Worte‘ genannt wird. Mehr bleibt einem bei ernster Betrachtung nicht… (Fortsetzung folgt)
Gespeichert unter Fokus: Wittgenstein, Freier Geist sein.